Dringliche Interpellation zur Frage: Erreichen wir die Migranten in der Corona-Krise?

Die SVP Fraktion wird an der nächsten Landratssitzung vom 3.12.2020 eine dringliche Interpellation zur Frage, ob wir die Migranten in der Corona-Krise erreichen, einreichen. 

Bezüglich der Ansteckungsorte und -wege mit dem Corona-Virus tappen die Behörden mehrheitlich im Dunkeln. Verfügte Massnahmen basieren zu wenig auf statistischen Auswertungen und entsprechenden Erkenntnissen, als vielmehr auf Vermutungen zu den Ansteckungswegen. Obschon die Pandemiebekämpfungsmassnahmen auf ein paar einfachen Verhaltensregeln (Abstandhalten, Hygienemassnahmen, Maskentragen) und einfachen ergänzenden Hinweisen (Anzahl Personen bei Zusammenkünften) fussen, verdichten sich die Hinweise, dass insbesondere Personen mit Migrationshintergrund gar nicht erreicht werden, diese Regeln entweder nicht verstehen oder nicht beachten. Hinweise darauf ergeben sich aus Medienberichten über den Umstand, dass eine überdurchschnittliche Anzahl Migrantinnen und Migranten positiv getestet wird. Zudem zeigen die örtlichen „Hotspots“ der positiv Getesteten eine auffällige Häufung in Gemeinden resp. Quartieren mit hohem Anteil an fremdsprachigen Einwohnern. 

Es ist zudem zu vermuten, dass auch die Coronastationen inkl. Intensivbetten und Beatmungsplätze in den Spitälern überproportional von Personen mit Migrationshintergrund belegt sind; diese Beobachtung äussern zumindest Personen, die in den Teststationen oder Spitälern arbeiten. Eine objektive Auswertung zu dieser Frage liegt offenbar aktuell nicht vor. 

Dazu erwarten wir vom Regierungsrat entsprechende Antworten auf Einzelfragen (siehe beiliegende Interpellation).

Hier können Sie die komplette Medienmitteilung inkl. dem Vorstoss herunterladen.