Medienmitteilung der SVP Baselland | Zwei Spitalstandorte sind der richtige Weg fürs Baselbiet

Zwei Spitalstandorte sind der richtige Weg fürs Baselbiet
Die Parteileitung der SVP Baselland begrüsst den Entscheid des Regierungsrats, beim Kantonsspital Baselland weiterhin auf die beiden Standorte Liestal und Bruderholz zu setzen und auf einen kostenintensiven Neubau in Pratteln zu verzichten. Damit wurde eine sachlich fundierte, finanzpolitisch verantwortbare und für die Bevölkerung verlässliche Lösung gewählt. Gemäss Regierungsrat ist die Zwei-Standort-Lösung medizinisch gleichwertig, gleichzeitig jedoch wirtschaftlicher und in der Umsetzung deutlich risikoärmer als ein Neubau in Salina Raurica.
Die Variante «Bruderholz / Liestal» wurde sowohl von unabhängigen Experten als auch vom Regierungsrat als wirtschaftlich vorteilhafter beurteilt. Der faktenbasierte Entscheid stellt ein klares Bekenntnis zum Kanton Baselland dar und erteilt einer Politik eine Absage, die sowohl den ländlichen Raum als auch die bevölkerungsstarken Regionen im Unterbaselbiet benachteiligen würde. Die Patientenströme aus Allschwil, dem Leimental und dem Birseck lassen sich nicht ohne Weiteres nach Pratteln verlagern – nicht zuletzt aufgrund der anhaltend angespannten Verkehrssituation im Raum Hagnau. Eine verstärkte Abwanderung von Patientinnen und Patienten in Richtung Basel-Stadt wäre unter diesen Umständen wahrscheinlich.
Für die Parteileitung der SVP Baselland ist klar: Eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im Baselbiet erfordert rasche Entscheidungen, funktionierende Strukturen, kurze Wege sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln. Der Regierungsrat beziffert die Investitionskosten für die Variante «Bruderholz / Liestal» auf rund 850 Millionen Franken. Ein zentraler Neubau in Pratteln würde hingegen rund 1,16 Milliarden Franken kosten – also etwa 310 Millionen Franken mehr. Diese Mehrkosten wären gegenüber Steuer- und Prämienzahlern nicht zu rechtfertigen.
Ein weiterer zentraler Faktor ist die zeitliche Umsetzung. Die geplanten Teilneubauten in Liestal und auf dem Bruderholz sollen gemäss Regierungsrat bis 2032 realisiert werden können. Damit kann die Spitalinfrastruktur innerhalb nützlicher Frist auf den neuesten medizinischen Stand gebracht werden. Ein Neubau in Pratteln hingegen könnte frühestens um 2040 in Betrieb genommen werden – verbunden mit erheblich höheren Planungs-, Rechts- und Kostenrisiken. Eine verlässliche Gesundheitsversorgung duldet keine unnötigen Verzögerungen.
Dieser Entscheid darf jedoch nicht zu einem «Weiter wie bisher» führen. Zwei Standorte können nur langfristig erfolgreich sein, wenn sie durch eine klare Aufgabenteilung, effiziente Prozesse, schlanke Führungsstrukturen sowie eine konsequente Stärkung ambulanter Angebote – wo medizinisch sinnvoll – ergänzt werden.
Positiv zur Kenntnis nimmt die SVP Baselland, dass das Kantonsspital Baselland gemäss eigener Mitteilung im Jahr 2025 seine Wirtschaftlichkeit verbessern konnte. Diese Entwicklung ist erfreulich, darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass zusätzlich zu den bisherigen Abgeltungen an die Leistungen des Spitals nun auch für die anstehenden Investitionen eine erhebliche finanzielle Unterstützung aus kantonalen Steuergeldern erforderlich ist – entgegen den ursprünglichen Zielsetzungen der Spitalfinanzierungsreform von 2012.
Umso wichtiger sind nun eine konsequente politische Begleitung, eine strikte Kostenkontrolle sowie maximale Transparenz. Es gilt sicherzustellen, dass die Umsetzung der Projekte diszipliniert erfolgt und das Kantonsspital Baselland seine Aufgaben konsequent im Interesse des Kantons erfüllt. Wer öffentliche Mittel in dieser Grössenordnung beansprucht, muss höchsten Ansprüchen genügen: Effizienz, klare Verantwortlichkeiten und eine stabile Versorgung der Bevölkerung.
Ziel muss es sein, das Vertrauen in das Kantonsspital Baselland nachhaltig zu stärken, damit es für die Bevölkerung des Baselbiets auch künftig die erste Wahl bleibt.
Die Parteileitung der SVP Baselland fordert den Landrat auf, die Vorlage des Regierungsrats nun zügig zu behandeln und die Zwei-Standort-Lösung zu unterstützen, damit die langjährige Unsicherheit für Personal und Bevölkerung rasch beendet werden kann.
Vor einer allfälligen Volksabstimmung werden, wie in der SVP Baselland üblich, die Mitglieder an einem Parteitag basisdemokratisch die endgültige Parole der SVP festlegen.
SVP Baselland
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